New Orleans

The Big Easy


Abflug 30.03.2019 09:50 Uhr - Flugdauer 11h15 m

LH440 Airbus A380-800 Frankfurt - Houston

Umsteigen 16:40 Uhr (Ortszeit) - Flugdauer 1h15 m

LH863 Boeing 737-900 Houston - New Orleans

Hotel: Bourbon Orleans Hotel, Zimmer 558

 

Rückflug 06.04.2019 12:34 Uhr (OZ) - Flugdauer 2h35m

LH755 Airbus A319  New Orleans - Washington D.C.

Umsteigen 18:10 Uhr (OZ) - Flugdauer 7h50 m

LH419 Boeing 747-8I Washington - Frankfurt

Ankunft Frankfurt 07.04.2019 08:00 Uhr



Anreise über Texas nach Louisiana

30.03.2019  08:00 Uhr
Die Autobahn ist frei, die Warteschlangen im Flughafen sind kurz und die Kontrollen extrem angenehm. Heute sind keine Menschen da, die auf Tuchfühlung gehen und sich aneinander drängen. Gemütlich lassen wir uns im Gate Z66 nieder und sind total entspannt. Mal sehen, wie lange dieser Moment anhält.
Wegen der großzügigen Beinfreiheit auf unseren Sitzen 75B + C (Notausgang) haben wir die lange Flugzeit ganz gut überstanden. Nach der Landung in Housten haben wir nur eine gute Stunde Zeit für Einreise, Zoll, Koffer holen, Koffer wieder abgeben, Sicherheitskontrollle und das richtige Gate für den Anschlussflug finden via Skyway (Hochbahn) von Terminal D nach A. Bei ca. 800 Passagieren - allein aus unserem A380 - eine zeitliche Herausforderung. „Housten, wir haben ein Problem.“ Mit heraushängender Zunge erreichen wir das Gate und können gleich durchstarten. Das Boarding war schon fast abgeschlossen. Anders wie geplant wird der Anschlussflug in einem kleinen Flugzeug E170 für ca. 70 Passagiere fortgesetzt. Der Unterschied war deutlich spürbar. Und die Schwimmwesten in diesem Flieger waren besonders außergewöhnlich.

Nach einer guten halben Stunde Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen zu unserem Bourbon Hotel im French Quarter für pauschal 36 $ betreten wir erschöpft unser Zimmer im 5. Stock mit Blick in den Innenhof mit Pool. Dann erkunden wir die nähere Umgebung auf der Suche nach Brot und Wasser und sind mehr als desorientiert, weil man vor lauter feiernden Menschen kaum noch die Geschäfte sieht. Zufällig haben wir eine Oase gefunden und können unseren Hunger in der Longway Taverne (wie passend) stillen, bevor wir unser Hotel wiederfinden und sofort in den Tiefschlaf fallen. 

Erkundungstour French Quarter

31.03.2019 Sonntag
Weil heute Nacht die Uhren in Deutschland umgestellt wurden, hängen wir nun 7 Stunden hinterher. Hier ist es 05:20 Uhr und wir sind schon seit zwei Stunden topfit, während ihr um 12:20 Uhr bereits beim Mittagessen sitzt. Leider regnet es und wir sind bemüht, die großen Pfützen zu umgehen. Anders als gestern sind die Straßen wie leer gefegt. Nur der zurückgebliebene Plastkmüll liegt trostlos im Rinnsal und wartet auf die bereits herannahenden Entsorgungshelfer. Im Café du Monde ist allerdings die Hölle los. Süßhungrige Mäuler stehen Schlange bis auf die Straße und das im Regen - für Kaffee und Schmalzkuchen, Beignets. Nur wir nicht! Unwissenheit ist manchmal auch ein Privileg. So ergattern wir zufällig einen Tisch und starten die Puderzucker-Party.
Nach einem ausgiebigen Nachmittagsnickerchen schlendern wir die Bourbon Street auf und ab. Wir genießen eine Fischplatte im Governor, nehmen einen Schlummertrunk in einer Bar mit Livemusik und sind mehr als dankbar für die bequemen Schuhe an unseren Füßen. Beinahe kommt es uns aber so vor, als wären das eher 7-Meilen-Stiefel. 

Sunshine & Jazz

01.04.2019 Montag
Wir starten mit einem herrlichen Sonnenschein in den April und besuchen das NOPD (New Orleans Police Departement). Danach frühstücken wir lecker im Curio Bistro und spazieren zum Besucherzentrum. Wir buchen für heute Abend ein „Jazz Dinner“ auf dem Schaufelraddampfer Natchez und werden stimmungsvoll auf dem Mississippi schippern. Pure Lebenslust. Um 10:00 Uhr Ortszeit öffnet das Museum of Death, Eintrittspreis 15 $ pro Person plus Steuer. Wir haben zu viel erwartet. Preis/Leistung ist überhaupt nicht gerechtfertigt. Unbeeindruckt verlassen wir nach einer halben Stunde die Ausstellung und genießen lieber die Sonnenstrahlen auf unserer Haut mit einem Blumen-Eis in der Hand, schleck.
Das Boarding um 18:00 Uhr auf der Natchez ging zügig vonstatten. Da das Boot erst um 19:00 Uhr ablegt, suchen wir uns ein sonniges Plätzchen. Leider schieben sich einige Wolken vor die Sonne und bald ist es ein großer Wolkenklumpen. Es wird kühl. Wir haben noch jede Menge Zeit, da wir erst um 19:45 Uhr zum Essen geladen sind. Die Band Dixieland spielt Musik, während wir uns im lauten Maschinenraum umgucken und aufwärmen. Dann ist es endlich soweit. Mit knurrendem Magen betreten wir den Speisesaal und genießen das Essen vom Buffet. Zwischendurch lenkt uns die laute Musik von unseren Tellern ab. Nach draußen sehen kann man nicht - es ist eh schon dunkel. Die Fahrt endet um 21:00 Uhr. Am Ende lässt sich dieser Ausflug kurz zusammenfassen: 83 $ pro Person versprechen ein tolles Erlebnis, welches sich nicht ganz erfüllt hat. Aber wir können jetzt behaupten, dass wir mit der Natchez auf dem Mississippi gedampft sind. Juchu.

Rundfahrt

02.04.2019 Dienstag
Unsere gebuchte VIP Bus Tour startet um 09:00 Uhr ganz in der Nähe unseres Hotels und dauert 2 Stunden. Gestärkt und mit Sonnenmilch eingecremt warten wir am Straßenrand auf den Bus. Freie Platzwahl, noch sind wir allein. Das Einsammeln der anderen Teilnehmer läuft recht zügig ab. Wir sind 12 Personen und unser Tourguide heißt Justin, der uns viel über seine Heimat erzählt - natürlich auf Englisch. Wir werden durch einige Bezirke kutschiert und dürfen am St. Louis Friedhof aussteigen, um mehr über die Mausoleen zu erfahren. insgesamt war dies ein netter Ausflug, leider überteuert. Mit 45 $ pro Person kann man schon einiges anstellen. Doch ohne Auto und Ortskenntnisse waren wir in den besten Händen. Unversehrt landen wir wieder in Hotelnähe und eilen ins Zimmer. Es ist Eishockey-Zeit.
Am Nachmittag bummeln wir über den French Market, auf dem Essen, Kunst und allerlei Kram angeboten wird. Nach einem Abstecher in unseren Lieblings-Tabasco-Laden muss H. feststellen, dass zwischen scharf und sehr scharf die Hölle liegt. Abends lassen wir uns mit dem Taxi in die Frenchmen Street fahren. Hier gibts es an jeder Ecke Livemusik und Menschen, die vor einer mechanischen Schreibmaschine sitzen und maßgeschneiderte Poesie auf‘s Papier zaubern. Eintauchen in eine andere Welt, bevor es mit dem Taxi wieder zurück geht.

Street Car

03.04.2019 Mittwoch
Tolles Frühstück im Streetcar Café in der Charles Avenue mit frisch gepresstem Orangensaft und mit einer unglaublich schmackhaften Orangenmarmelade, die uns gratis zum Testen angeboten wurde. Im Anschluss fahren wir mit der Streetcar in Richtung Garden District - Tagesticket pro Person 3 $ - und steigen beim Audubon Park aus. Für einen Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein genau das Richtige. 
Zur Abkühlung genehmigen wir uns ein Erfrischungsgetränk in der Daiquiri Bar. Zur Erholung der geschundenen Füße erlauben wir uns den Besuch bei Cindy‘s Nail&Spa und lassen uns verwöhnen mit Maniküre, Pediküre und Massagestuhl. Seufz. Bevor es mit der Streetcar wieder zurück geht, muss erst das sich rasant ausbreitende Hungergefühl unter Kontrolle gebrachtwerden. Pizza und Salat werden gemütlich im Louisina Pizza Kitchen Uptown  einverleibt. Einfach herrlich.

Der zweite Teil der Streetcar-Tour mit der roten Bahn verlief sehr chaotisch. Erst ging es nicht weiter, weil ein Krankenwagen im Einsatz auf den Schienen geparkt hat. Dann stimmte etwas mit der Stromleitung der Bahn nicht, was in Ordnung gebracht wurde. Überall wuselten Menschen herum, ob in der Bahn oder außen herum. Als Highlight mussten wir die Bahn wechseln, weil der Fahrer mit seiner Bahn Feierabend machen wollte. Als wir endlich an unserem Ziel angekommen sind, schloss der Friedhofswärter die Tore. Hmpf. Hier kann man was erleben. Nach einem Stoßgebet in den Himmel, verlief die Rückfahrt dann reibungslos.


Donnerwetter

04.04.2019 Donnerstag
Der Donnerstag startet mit Blitz und Donner und Regen. Heute ist unser Hochzeitstag, den wir aufgrund des Wetters nur auf eine Art verbringen können. In einem geschlossenen Raum. Und wie geht das ambesten in New Orleans? Ganz klar, im größten Casino, das wir kennen - im Harrah‘s. Über 10.000 m2 Fläche mit über 2000 Slotmaschinen. Uff. Überall blinkt und riiingt es. Na dann, auf einen saftigen Gewinn!
Mal geht es steil nach oben und mal tief nach unten. Am Ende sind die Dollars futsch und das Portemonnaie leer. Da heute aber der Tag der Liebe ist, verlassen wir nach einigen Stunden das Casino trotzdem als Gewinner. Weil es immer noch regnet, fahren wir mit dem Taxi wieder zurück ins Hotel und werden dort auf eine gratis Haunted Hotel Tour mit Führung im Haus eingeladen. Das Hotel hat einige Geistergeschichten zu bieten, die uns von John charmant auf Englisch erzählt werden. Leider ist die Teilnehmergruppe sehr groß, was wohl am Wetter liegt, darum verstehen wir nicht jedes Wort, aber gruseln tun wir uns trotzdem. Wir werden ja sehen, ob das Spukgespenst heute Nacht an unsere Tür klopft - von innen.

Geisterjagd

05.04.2019 Freitag
Hier in New Orleans werden rund um die Uhr Geschichten von Hexen, Vampiren und Geistern erzählt. Manchmal spielen auch Werwölfe eine große Rolle. Und wer einen guten Schutzzauber braucht, wird sicherlich in einem der vielen Voodoo Shops fündig. Wir haben uns also bewaffnet (statt Holzpflock und Silberkugeln haben wir einfach das Mobiltelefon genommen) und haben wild um uns geschossen.Dabei sind uns sehr interessante Dinge begegnet - je nach Blickwinkel. 
Da während unserer Mittagspause im Hotel Internet und Fernsehen ausgefallen sind, haben wir uns noch einmal heraus getraut und sind zum letzten Mal zur Canal Street spaziert. Es hat aufgehört zu regnen und es ist ziemlich schwül. Wir essen im House of Blues eine Kleinigkeit während Livemusik gespielt wird. Wir besuchen letztmalig den Supermarkt unseres Vertrauens Rouses Marktes, der sich nur ein paar Meter von unserem Hotel befindet. Dann wird es Zeit die Koffer zu packen und alles für die morgige Abreise vorzubereiten. Schön war‘s. Bunt, laut, wild, skurril undunheimlich. New Orleans macht müde Beine munter und selbst die Feuerwehr kann richtig Krach machen. Zum Abschied marschiert ein Brautpaar durch die Straßen - wie passend zu unserer „Hochzeitsreise“. Good Luck! 

Abreise über Washington nach Frankfurt

06.04.2019 Samstag
Alles ist verstaut. Mit dem Taxi geht es jetzt zum Flughafen, es ist 09:00 Uhr Ortszeit. Goodbye Nola. Der erste Part von New Orlens nach Washington lief reibungslos - bis auf die vordere Tür, die geklemmt hat, aber dann doch zu ging. Bis zu einer bestimmten Flughöhe gab die Tür einen durchgehenden Alarmton ab. Der Pilot versicherte aber, dass alles in Ordnung sei und der Luftdruck okay ist. Unsere Ohren sagen zwar etwas anderes aber gut, so ist das halt im Luftverkehr. Nach einem 2-stündigen Aufenthalt (Zeitunterschied zur MEZ nur noch 6 h) am Gate B45 geht es weiter nach Frankfurt. Aufgrund der langen Flugzeit und des Zeitunterschieds landen wir morgen Früh um 08:00 Uhr. Bis dahin, goodbye United States of Amerika.